Mit Power-to-Heat Stromüberschüsse sinnvoll nutzen
Sonne, Wind und Co. liefern immer mehr Strom aus erneuerbaren Energien. Wenn beispielsweise Windparks an der Küste mehr Energie erzeugen, als verbraucht oder weitertransportiert werden kann, müssen Windenergieanlagen mitunter abgeregelt und die Betreiber für die Verluste entschädigt werden. Mit Power-to-Heat können diese Stromüberschüsse sinnvoll und effizient genutzt werden.
Die Technologie wandelt Strom in Wärme um, die dann zum Beispiel als Fernwärme zu den Kundinnen und Kunden nach Hause fließt. Power-to-Heat-Anlagen funktionieren also wie Wasserkocher im XXL-Format und können einen Beitrag zur Integration erneuerbarer Energien in das Energiesystem leisten. Wird für die Wärmeerzeugung Strom aus erneuerbaren Energien genutzt, kann dies den Einsatz anderer Energieträger in der Wärmeversorgung reduzieren.
Kombiniert mit Wärmespeichern können Power-to-Heat-Anlagen zudem zur Entlastung der Stromnetze beitragen, indem sie Strom aufnehmen, wenn besonders viel davon zur Verfügung steht.
Neue Power-to-Heat-Anlage für Rostock
Auf dem Gelände der Stadtwerke Rostock AG in Marienehe wurde eine Power-to-Heat-Anlage errichtet, die überschüssigen Strom aus Windenergie in Wärme für die Kundinnen und Kunden der Stadtwerke umwandelt und über eine elektrische Leistung von 20 Megawatt verfügt.
Mit Power-to-Heat leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Kraftwerksstandortes in Rostock Marienehe und zur effizienten Nutzung der Windparks an unseren Küsten. Als Netzgesellschaft werden wir uns deshalb auch in Zukunft an der Realisierung weiterer Anlagen zur Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien beteiligen.