Landstrom in Warnemünde.

Sauberer Schiffsstrom aus der Steckdose.

Die Stadt Warnemünde investiert in ihrem Hafen in eine Landstromanlage für Kreuzfahrtschiffe. Netzanschluss und technische Versorgung liefert die Stadtwerke Rostock Netzgesellschaft. Von der besseren Luft und dem Plus an Komfort profitieren Anwohner und Warnemünde selbst als attraktiver Kreuzfahrt-Hafen.

Was ist Landstrom?

Das Bordnetz auf Schiffen wird in der Regel von Dieselgeneratoren oder einer an den Schiffsmotor gekoppelten Lichtmaschine gespeist. Wenn diese Stromerzeuger nicht betrieben werden können, z. B. weil das Schiff im Hafen liegt und der Motor ausgeschaltet ist, muss es über das landseitige Netz mit Strom versorgt werden.

Dieser Landstrom gelangt über einen Landstromanschluss in das Bordnetz des Wasserfahrzeugs – quasi Strom für Schiffe aus einer speziellen Steckdose im Hafen oder in einer Werft. Der Schiffsdiesel wird während der Liegezeit nicht für die Stromerzeugung benötigt. Diese Art der Stromversorgung über das Landstromnetz wird international auch als Cold Ironing bezeichnet.

Welche Vorteile hat ein Landstromanschluss im Hafen?

Werden die Schiffe während ihrer Liegezeit im Hafen mit Landstrom versorgt, können die meist mit Marinedieselöl betriebenen Generatoren an Bord ausgeschaltet bleiben. Dadurch verringert sich die Umweltbelastung durch Abgase, Lärm und Abwärme der Schiffe und fossiler Brennstoff wird gespart. Die Luftqualität in Häfen und Küstenregionen wird verbessert, weil weniger schädliche Abgase wie Stickoxide und CO2 in der eigentlich frischen Küstenluft wabern. Zudem kann der Landstrom, im Gegensatz zum Strom aus Dieselmotoren, vollständig aus erneuerbaren Energien gewonnen werden, wodurch unser Klima zusätzlich geschont wird.

Wie investiert Warnemünde in Landstromanlagen?

Stadt, Land und Hafen investieren in Warnemünde 35 Mio. Euro in den Bau einer Landstromanlage für Kreuzfahrtschiffe. Die Stadtwerke Rostock Netzgesellschaft stellt dafür die technische Versorgung und den Netzanschluss bereit, der in 2 Leistungsetappen realisiert wird.

Alle Beteiligten arbeiten intensiv zusammen, damit Kreuzfahrtschiffe in Warnemünde bald Landstrom aus der Steckdose beziehen und ihre Dieselmotoren ausgeschaltet bleiben können. Für die Anwohner bedeutet das: weniger Lärm und bessere Luft. Aber auch die Stadt selbst profitiert vom Landstromanschluss. Der Hafen bietet Schiffen während der Liegezeit einen höheren Komfort und wird damit als Ziel für Kreuzfahrtriesen attraktiver. Landstromanlagen sind also ein wichtiger Schritt, um die Energiewende voranzutreiben und liefern gleichzeitig einen starken Impuls für die Zukunft des Tourismus in der Küstenregion Warnemünde und Rostock.


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